On Tour durch Patagonien

mit dem Fahrrad durch Südamerika

Meine Route im Überblick

Insgesamt lässt sich meine Tour in drei größere Abschnitte einteilen, wenn man vom Aufenthalt in Buenos Aires absieht. Der erste Abschnitt von Ushuaia bis El Chalten war von der Patagonischen Steppe und unendlichen Weideflächen geprägt. Rund ums Südpatagonische Eisfeld gab es in den Nationalparks „Torres del Paine“ (bei Puerto Natales, CL) und „Los Glaciares“ (El Chalten, Calafate, AR) atemberaubende Wanderungen und Bergwelten zu bestaunen. Die weite Steppenlandschaft rund ums Eisfeld gehört zu den windigsten Regionen der Erde. So bin ich trotz perfekt asphaltierter Straßen zum Teil keinen Zentimeter vorrangekommen und wurde einfach weggeweht.

Auf Höhe von Villa O’Higgins enden die letzten Ausläufer des Südpata-gonischen Eisfelds und die von Puerto Montt kommende „Carretera Austral“ endet hier. Diese bildete den zweiten Abschnitt meiner Tour. Die Landschaft hier ist vor allem durch die hügeligen und vollkommen bewaldeten Küstenbergketten geprägt. Die Herausforderung lag hier in der teilweise grausamen Schotterpiste und den unzähligen Steigungen. Insgesamt überwand ich über 18.000m Höhendifferenz auf ca. 1200km „Carretera“. Die Natur wird hier durch starke Niederschläge, gemäßigten Regenwald, viele Flüsse, Seen und Fjorde und das kleinere Nordpatagonische Eisfeld geprägt.

Der dritte Abschnitt führte mich durch den kleinen Süden Chiles und entlang der argentinischen Seenregion. Hier bilden alpine Gipfel und Vulkane die Grenze zwischen Argentinien und Chile. Die chilenische Seenregion ist stark durch deutsche Einwanderer, nicht nur nach dem zweiten Weltkrieg, geprägt. Auf der argentinischen Seite schlängelt sich die „Avenida des los siete Lagos“ (dt. Straße der sieben Seen) durch unzählige Nationalparks und endet im beschaulichen Örtchen San Martin de los Andes. Nördlich davon beginnen die beeindruckenden Araucarienwälder. Die Region rund um mein Endziel Pucon ist zusätzlich für den aktiven Vulkanismus und die vielen heißen Quellen bekannt.

Chile ist (noch) lang, wie ein Straßenschild auf halber Strecke der Carretera Austral (nach 3 Monaten) deutlich macht. Arica liegt ganz im Norden Chiles.

Insgesamt habe ich in Südamerika in 141 Tagen ca. 3500km mit dem Rad zurückgelegt (Tagesschnitt 55km) und die unendlichen Weiten und die Vielfalt Patagoniens eindrucksvoll auf seiner ganzen Länge kennengelernt. Damit habe ich meine anfängliche Überlegung, mit dem Rad bis nach Bolivien und Peru zu kommen (ggf. mit einer Teilstrecke Fernbus in Nordchile) irgendwann fallen gelassen. Dies geschah eher schleichend um mir nicht meine Ungezwungenheit und meinen Rhythmus auf der Tour, durch Zeitdruck zu vermasseln. Diese Entscheidung habe ich nicht bereut, da ich so den Eindruck habe Patagonien wirklich umfassend kennenzulernen und es nicht nur zu durchradeln. Mehr Statistiken und einen Finanzüberblick findest du unter hier.

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